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Hallo an alle!

Dieser Eintrag ist an all jene gerichtet, die noch keine Mail von mir bekommen haben, oder aber einfach noch mal Details erfahren wollen, die ich vielleicht vergessen habe.

Seit meinem letzten Eintrag ist nun doch einiges passiert und ich werde versuchen Euch alles zusammenzufassen und vor allem nicht zu langweilig zu schreiben.

Also ersteinmal...ich habe meinen Freiwilligendienst abgebrochen und bin nun auf der Suche nach einem neue Projekt, dass ich nun alleine aufbauen werde.

Da ich mich nun nicht mehr in Kathmandu aufhalte, sondern es endlich geschafft habe aus dieser chaotischen und dreckigen Stadt abzuhauen und nun in Pokhara bin, habe ich endlich Zeit und Ruhe, mich dieser neuen Aufgabe zu stellen. Der Hauptgrund meines Verlassens bestand in der miserablen Projektarbeit der nepalesischen Organisation. Es kuemmert sich eigentlich niemand darum, wie die verschiedenen Projekte laufen. Und wenn man Ideen hat, werden sie erst erfreut angenommen und dann passiert aber auch nichts weiter. So wie es naemlich aussieht, bringen die Freiwilligendienste hier kaum etwas, da es nichts wie Bestandaufnahmen von den Projekte, oder mal Feedbacks von den Voluntaeren gibt. Frage mich wozu Projekte hier ueberhaupt gemacht werden. Aber gut...da will ich mich nun nicht weiter darueber auslassen, da letztlih jeder fuer sich entscheiden muss, ob er solche Dienste machen moechte und wie er sie findet. Fuer mich ist es eine moralische und persoenliche Entscheidung und widme mich daher lieber neuen Dingen. Bisher war ich tatkraeftig dabei, mich im Besonderen uber das Schulsystem zu informieren, bzzw. moeglichst viele Informationen uber das Land im Allgemeinen zu sammeln.

So kommt es zum Beispiel, dass ich mich natuerlich mehr und mehr fuer den Buddhismus interessiere und aufgrund netter Bekanntschaften mich dem Problem der Exiltibeter widme. Insbesondere aufgrund einiger Tibeter die ich kennengelernt habe, habe ich nicht nur die Moeglichkeit die Kultur kennenzulernen, sondern auch evtl. in einem buddhistischen Kloster einer der vielen Fluechtlingslager zu leben, die kleinen Moenche in Englisch zu unterrichten und gleichzeitig Unterricht im Buddhismus, Meditation etc. zu erhalten. Gleichzeitig - kommt auf den tagesablauf an - werde ich versuchen eine Art Frauenprojekt aufzubauen, da es im Besonderen die tibetischen Frauen schwer zu haben scheinen. Man sieht sie taeglich auf der Strasse, wo sie vergeblich versuchen einige Dinge zu verkaufen. Zwar muesssen sie keine Miete fuer ihre Unterkunft im Lager bezahlen, aber dennoch geht es hier um's Ueberleben.

Auch bezueglich der Beziehung zwischen den Nepalesen und den Tibetern muss man leider sagen, dass die Tibeter es anscheinend eher schwer haben. Als ich die eine Frau zu mir an den Tisch bat, sagte diese, dass sie keinen Zutritt habe. Nun...keinen Zutritt ist vielleicht etwas uebertrieben, aber zumindestens sind sie nicht gerade erwuenscht. Aber gut. Ist wohl aehnlich wie bei uns in Deutschland. Da sind die Fluechtlinge ja teilweise auch nicht gerade gerne gesehen.

Ansonsten hatte ich das Glueck - noch in Kathmandu - einen Lahma zu treffen und einige Moenche kennenzu lernen, was mich der buddhistischen Lehre ein Stueckchen naeher gebracht hat. Ihr seht schon...der Buddhismus hat mich voll im Griff und wenn nich ehrlich sein soll, ziehe ich einige Wochen in einem Kloster  dem trekken fast vor. Aber auch nur fast.

Das Problem das naemlich leider bleibt, ist das alleine reisen als Frau.

In Kathmandu machte sich dies im Wesentlichen durch die echt krassen und laestigen Annaeherungsversuche der Maenner bemerkbar, denen man alles moegliche sagen konnte. Keine Chance. Das ich einen Freund habe, interessierte sie ueberhaupt nicht, denn er ist ja in Deutschland. Wo ist da das Problem. Die raffen das echt nicht. Und wenn man dann mal etwas rigoroser gesagt hat, dass man doch bitte in Ruhe gelassen werden moechte, war man immer gleich unfreundlich. Ein moegliches Tattoo waere uebrigens fuer mich der Schriftzug: 'Free your mind". Diesen Satz habe ich in den letzten sechs Wochen ungefaehr drei mal am Tag gehoert, wenn ich mich den Annaeherungsversuchen wiedersetzt habe, oder ich einfach nur meine Ruhe haben wollte. Echt schrecklich. Somit war es wie gesagt auch unmoeglich, mal einfach an einem schoenen Ort zu relaxen, da man innerhalb kuerzester Zeit voll gequatscht wurde.

Hier in Pokhara ist das ganz anders. Man wird hier eigentlich im Grossen und Ganzen in Ruhe gelassen. Dafuer habe ich nun das Problem, fast keine Touren machen zu koennen, eben weil ich alleine unterwegs bin. Dies gilt nicht nur fuer ne Trekking Tour, wo mir eigentlich alle sagen, dass ich auf keinen Fall mit dem Guide alleine trekken gehen soll. Super...mit wem also dann? Selbst kleine Touren muss ich teilweise abbrechen, da ich mich ploetzlich vor einem Wald befinde, von dem mir ebenfalls abgeraten wird ihn alleine zu begehen, da es immer wieder Ueberfaelle auf Touristen gibt. Dabei gibt es bereits bei keinen Touren super viele schoen dinge zu sehen und zu entdecken.

Dennoch...Pokhara ist wunderschoen und man kann tatsaechlich etwas abschalten.

Ich hoffe sehr, dass sich in den naechsten Tagen was bezueglich meines Aufenthaltes in der Monastery ergibt und ich noch etwas nuetzliches hier tun kann, aber gleichzeitig viel von dem Land mitnehmen kann.

Natuerlich gab es noch einiges mehr, aber ich denke dies reicht zunaeachst mal wieder.

Ach ja...mir geht es natuerlich gut.. Keine Krankheiten, keine Probleme. Was will ich mehr

Ich denke an Euch

eure andrea

29.8.07 15:28
 


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